Bautagebuch – Persönliches mitteilen?

Am 19. 11.2012 fand in den Räumlichkeiten der Brunzel Bau GmbH in Velten eine weitere Seminarveranstaltung zu praxisnahen Themen rund ums Bauen und der Aufzeichnung des Ablaufs in Form von Bautagebüchern statt. Hans-Heiko Brunzel, Geschäftsführer der seit zwanzig Jahren erfolgreich am Markt tätigen Brunzel Bau GmbH eröffnet das Seminar:

„Dank Fortschritt entwickeln wir uns ständig weiter und setzen zukunftsorientierte Ideen in neuen innovativen Lösungen um. Zum Glück gibt es den Fortschritt in allen Facetten und fast allen Bereichen ist er im Vormarsch und fordert uns immer wieder aufs Neue heraus. Wir lernen aus der Vergangenheit und bauen für die Zukunft. Damit das Wissen nicht verloren geht, werden seit langer Zeit Notizen und Aufzeichnungen in verschiedener Form betrieben, die Art hat sich zwar gewandelt, aber das Prinzip ist bis heute übernommen worden: „Tagebuch führen“, in unserer Branche das beliebte Bautagebuch.“

Bautagebuch – Praxis heute

Hans-Heiko Brunzel hierzu: „In der täglichen Praxis wird das Bautagebuch immer öfter mit Software auf portablen Geräten geführt. Vorteil ist der Zugriff auf zentrale Firmenlisten, die Verwaltung von Fotos und der Emailversand des Bautagebuchs an vordefinierte Verteiler. Des Weiteren werden einmal eingegebene Texte per Autovervollständigungsfunktionen bei erneuter Eingabe vorgeschlagen, sodass die Schreibarbeit insgesamt deutlich gemindert werden kann. Denn gerade im Bereich der Baustellendokumentation handelt es sich um immer wiederkehrende Texte. Gute Programme erlauben neben der Fotoverwaltung auch das Hinzufügen von Bauplänen, Lieferprotokollen und Schriftwechsel zum aktuellen Bautagesbericht, so dass später leichter nachvollzogen werden kann, welche Planstände an welchem Tag vorlagen.“

Bautagebücher für persönliche Aufzeichnungen geeignet?

Hans-Heiko Brunzel erläutert: „Die Bezeichnung Bautagebuch wird auch für persönliche Beschreibungen des Hausbaus zumeist in Form eines Blogs im Internet mit zahlreichen Bildern und eigenen Erfahrungen benutzt; diese Form ist zwar nicht ungesetzlich, hat jedoch keinerlei  rechtliche Bedeutung. Von Tag zu Tag zum eigenen Haus,  ein besonderes Ereignis, das mit diesem Bautagebuch festgehalten werden kann. Das Bautagebuch wird von der ersten Planung bis zum Einzug der Begleiter und nützliche Hilfe sein. Denn  im Laufe der Bauzeit wird alles Wissenswerte eingetragen: Kostenplanung, Materialverwendung, Skizzen und Pläne, Bauabläufe und Ergebnisse sowie eigene Eindrücke und Notizen. Die Eintragungen werden auch später noch bei Renovierungen, Umbau oder Modernisierung weiterhelfen somit ist ganz klar: wo die Stromleitungen verlaufen oder welche Baustoffe verwendet wurden.  Zudem wird das Bautagebuch auch noch nach Jahren an das Erlebnis  Hausbau erinnern. Das Bautagebuch ersetzt nicht die notwendige Fachliteratur – aber es wird ein nützlicher Begleiter in der Bauphase sein und unterstützt mit Checklisten, hilfreichen Tipps und zusätzlichen Informationen zur Bauplanung und -ausführung. Schritt für Schritt und Tag für Tag, mit Freude und Erfolg zum neuen Haus oder zum neuen Objekt.  Aber trotzdem sollte darauf geachtet werden, dass nicht immer alles für Alle, das Internet kennt keine Grenzen, bestimmt ist, deshalb sollte jeder sensibel mit der Veröffentlichung umgehen und abwägen wer was wo wissen soll!“

Festzuhalten ist, dass ein Bautagebuch ob von Seiten des Bauunternehmers oder des Bauherrn eine gute Dokumentationsweise ist und unbedingt jedem ans Herz gelegt werden sollte, der ein Bauprojekt umsetzen möchte und Erfahrungsberichte sollten unbedingt mitgeteilt werden, denn nur aus Erfolgen und Misserfolgen kann gelernt werden.

In der anschließenden Diskussionsrunde wurden Erfahrungen rund um das Thema ausgetauscht und vertieft.

V.i.S.d.P.:

Hans-Heiko Brunzel
Geschäftsführer Brunzel Bau GmbH

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