Handwerk beschäftigt Helden - Heiko Brunzel Bauunternehmer Velten Brandenburg

Zukunft Handwerk: Handwerksbetriebe beschäftigen Helden

Kundengewinnung auf der einen Seite, Mitarbeiterbindung auf der anderen Seite – Was wiegt schwerer? Handwerk hat goldenen Boden, Nachwuchsmangel hemmt Handwerksunternehmen beim Wachstum. Zwischenruf von Heiko Brunzel, Bauunternehmer aus Velten / Brandenburg

Wo sind die pragmatischen anpackenden interessierten Nachwuchskräfte? Das Handwerk boomt in Deutschland, Europa und weltweit. Trotzdem herrscht Nachwuchsmangel.

Das Handwerk kämpft um Auszubildende, die ein Handwerk nach dem dualen Ausbildungssystem erlernen. Das erfolgreiche duale Ausbildungssystem in Deutschland führt junge Erwachsene gleichzeitig in Praxis und Theorie des Berufes ein.

Fachkräftemangel: Wertschätzung ist schuld?

Brunzel Bau GmbH

Brunzel Bau GmbH

Das Thema Fachkräftemangel ist eng mit dem Nachwuchsmangel verknüpft, sowie der Entwertung der dualen Ausbildung, ist die Einschätzung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH). Was ist mit der Wertschätzung der Gesellschaft für das Thema Ausbildung? Heiko Brunzel, Bauunternehmer aus Velten in Brandenburg ist seit über 25 Jahren in der Baubranche tätig. Langjährige Erfahrungen in der Bau- und Immobilienbranche als Bauunternehmer und Arbeitgeber bestätigen Heiko Brunzel, dass der Imageaufbau, die Sichtbarkeit, die Transparenz mit flacher Hierarchie, das Teamwork für Mitarbeiter in Handwerksunternehmen dargestellt wird. Die Konkurrenz für Mitarbeitergewinnung im Handwerk ist die Industrie. Handwerksunternehmen stehen vor der schwierigen Aufgabe mit Industrieunternehmen zu konkurrieren, wichtiges Argument ist die Bezahlung. „Handwerksunternehmen haben für Mitarbeiter andere Vorteile: familiäre Arbeitsatmosphäre, bessere Arbeitszeiten, Mitarbeiter spüren den Firmenerfolg unmittelbar, die erbrachte Leistung ist am Ende des Arbeitstages sichtbar. Mitarbeiter sind kein kleines Rädchen im großen Getriebe“, gibt Heiko Brunzel zu bedenken.

Ausbildung vs Studium

Eine duale Ausbildung zu absolvieren gilt als die B-Lösung für junge Erwachsene. Wo liegen die Ursachen? Im letzten Jahrzehnt haben Handwerksbetriebe schwer neuen Nachwuchs gewonnen. Früher wurden Handwerksbetriebe mit Bewerbungen überschüttet. Heute sind Lehrstellen unbesetzt und Facharbeiter fehlen in zahlreichen Bereichen, erläutert Heiko Brunzel. Schulabsolventen stehen jedes Jahr vor der Frage: Ausbildung oder Studium, was ist für mich das Richtige? Was spricht für ein Studium? Karriereaussichten, Berufswahl, Orientierung, Akademische Laufbahn. Was spricht für die Ausbildung? Berufspraxis, Selbstständigkeit, Berufsaussichten, praktische Berufsausbildung um ein Studium anzuhängen, finanzielle Unabhängigkeit. Die junge Generation steht vor der Qual der Wahl. Welche Entscheidung ist richtig? „Die Entscheidungsfindung ist für die Betroffenen schwierig. Früher haben Eltern, Großeltern und Verwandte größeren Einfluss ausgeübt. Die Mobilität und das Internet eröffnen der jungen Generation neue nicht gekannte Chance und überfordert. Diese Situation spüren die Unternehmen in Industrie und Handwerk.

Politur für das Handwerk – Imageproblembeseitigung

Handwerksbetriebe benötigen Selbstbewusstsein, sich in Szene setzen, um wahrgenommen zu werden, erläutert Heiko Brunzel. Nicht bekannt ist den jungen Erwachsenen, dass Handwerksbetriebe Helden beschäftigen, die von ihrem Beruf erfüllt und stolz sind, ihn mit Hingabe ausüben. Nicht bekannt ist, dass eine Ausbildung im Handwerk förderlich für Karrieremöglichkeiten ist und die Verdienstchancen fantastisch sind. Nicht bekannt ist der jungen Generation, dass der Weg in die eigene Selbstständigkeit im Handwerk lukrativ ist. Die Chancen für Selbstständigkeit sind beispielsweise einfacher als bei Büroberufen, dank Meisterprüfung. Die kreativen Aspekte im Handwerk sind Schülern und jungen Erwachsenen nicht bekannt, dass ist die traurige Bilanz einer Studie des Bundesinstitut für berufliche Bildung vom letzten Oktober, erläutert Heiko Brunzel. Die Studie entschlüsselte, dass die Jugendlichen einen Verlust vom sozialen Status fürchteten, wenn sie handwerkliche Berufe ergreifen. Das Erkennen dieser Probleme ist der erste Schritt, um mit gezielten Maßnahmen, Kampagnen, Informationsbörsen, Tag der offenen Tür, Praktika, direkten Ansprachen bei den jungen Generationen, um das Handwerk mit seinen zahlreichen Facetten vorzustellen.

Fazit: Imageaufbereitung für das Handwerk durch Informationsaustausch – Sichtbarkeit durch Kommunikation – Wissen ist Macht – Transparenz Handwerkskunst – Karrierechancen

Heiko Brunzel: „Wir leben in der Kommunikations- und Wissenszeit, Informationen sind für alle zugänglich. Für Handwerker und Unternehmer bedeutet das konkret: auf sich aufmerksam machen, Jugendliche einladen, Schnuppertage- und Wochen anbieten, Schulen besuchen, Events veranstalten, Internetpräsens unter Berücksichtigung der jungen Zielgruppe gestalten und verbreiten. Jeder Mitarbeiter ist der besten Kunde, nach dieser Philosophie erhalten Unternehmen Aufträge und Mitarbeiter. Es gibt viel zu tun, packen wir es an!“

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